Sustainicum Collection

Consus Qëllimi i projektit është të krijojë një rrjet rajonal shkencor-shoqëror për risitë e qëndrueshmërisë në Shqipëri e Kosovë me qëllim forcimin e lidhjes dhe bashkëpunimit të institucioneve në fushën e arsimit të lartë, kërkimit dhe praktikës.
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Resource facts

  • unter 5 Studierenden
    5 bis 10 Studierende
    mehr als 10 Studierende
    11 to 30 students
  • 4 - 7 Vorlesungseinheiten
  • Internet Verbindung erforderlich
  • English, German

Beschreibung
(als PDF)

Implementierung

Zusätzliche Anhänge

Best practice-Beispiele einer nachhaltigkeitsorientierten Stadt- und Landschaftsplanung „Straßen zum Leben“(Resource ID: 106)

Themen dieses Bausteins sind die Straße als essentieller Lebens- und Sozialraum sowie die Einflussfaktoren zur Förderung multifunktioneller Straßennutzungen. Der Baustein eignet sich für alle Planungsdisziplinen, die Straßen- und Verkehrsräume zum Inhalt haben, wie Raumplanung, Architektur, Städtebau, Landschafts- oder Verkehrsplanung. Er kann aber auch in „planungsfremden“ Studien zum Wissensaufbau für Self-Governance-Prozesse oder für verkehrsraumbezogene Bürgerbeteiligungsverfahren dienen. Das Lehrveranstaltungsmodul ist für eine bis vier Lehrveranstaltungseinheiten (zu je 50 min) konzipiert. Mit Erweiterungen und Vertiefungen könnte der Baustein auch zu einer einsemestrigen Projektübung ausgebaut werden. Die empfohlene Teilnehmerzahl liegt bei maximal 25 Personen.

Von Kindheit an hört man, dass man "aus Fehlern lernen" könne, doch das ist irreführend. In Wirklichkeit lernt man aus Fehlern bestenfalls, wie etwas nicht geht, nicht aber, wie es gehen kann. Da in raumrelevanten Disziplinen die "trial & error"-Methode mit hohen Umweltfolgeschäden und gesellschaftlichen Problemen verbunden sein kann, gewinnt das alternative Lernen von Vorbildern, den "best practice-Beispielen", wieder zunehmend an Bedeutung. Beispiele zukunftsfähiger Stadt- und Landschaftsplanungen gibt es viele, doch manchmal ist es nicht so einfach, die "Spreu vom Weizen" zu trennen oder sich nicht vorschnell blenden zu lassen. Im Rahmen dieser Projektübung begeben sich die LehrveranstaltungsleiterInnen mit den Studierenden auf die Suche nach bewährten Straßenzonierungs- und Bebauungsvorbildern, diskutieren und reflektieren diese und können die Ergebnisse in Form von Projektberichten wieder anderen Studierenden zur Verfügung stellen.

Die Straße wird in diesem Baustein als essentieller Lebens- und Sozialraum verstanden. Die Verkehrsfunktion ist nur eine von mehreren wichtigen Straßenfunktionen, wie Aufenthalt, Kommunikation oder Wirtschaften. Bauliche, gestalterische und organisatorische Einflussfaktoren zur Förderung multifunktioneller Straßennutzungen werden thematisiert.

Als Vorbereitung für die erste Einheit werden die Studierenden ersucht, ein Fotobeispiel von einer bewährten Straßengestaltung oder von einem gelungenen Straßen-Bauland-Bezug mitzubringen. Nach einer kurzen Information zur Lehrveranstaltung werden diese Fotos unter Herausfilterung der verschiedenen Straßenfunktionen und Qualitätsmerkmale dann kurz reihum vorgestellt. Dabei kann sich bereits eine erste Diskussion entfalten. Anhand einer PowerPoint-Präsentation mit Fotos und Planausschnitten werden abschließend ergänzend und strukturiert Qualitätskriterien für Straßenfreiräume vorgestellt.

Die zweite Einheit ermöglicht es, nach einer gemeinsamen Probeaufnahme zur Erlernung der Methodik, selbst vor Ort eine Straßenaufnahmenskizze anzufertigen. Diese Beispielskizzen werden seitens der Studierenden bis zur nächsten Einheit reingezeichnet.

Die dritte Einheit dient der Besprechung der Aufnahmen und der Sortierung („Reihung“) der Straßenbeispiele nach Gebrauchsfähigkeitsaspekten.

In der vierten Einheit entwickeln die Studierenden in Kleingruppen selbst Multiple-Choice-Testfragen. Der Lehrveranstaltungsbaustein endet mit einer kurzen Reflexionsrunde.

Das Lehrveranstaltungsmaterial beinhaltet:

  • Informationsteil für den/die LehrveranstaltungsleiterIn,
  • Vorschlag für ein Ablaufkonzept der Lehrveranstaltungseinheiten,
  • Unterrichtsmaterialien (PowerPoint-Präsentation zu Straßenqualitäten, Information zu Gebrauchsfähigkeitsindikatoren, Aufnahmeblatt für Straßenfreiräume),
  • Vorschläge für Interaktionsmöglichkeiten der Studierenden (Präsentation eigener Recherchen, Durchführung von Aufnahmen/Kartierungen, Mitwirkung bei der Erstellung von Multiple Choice-Testfragen),
  • Anleitung zur Erstellung von Multiple Choice-Tests als Wissenscheck,
  • Literaturtipps.

Die Studierenden lernen in diesem Baustein, Straßen als öffentliche Freiräume zu sehen, gebrauchsfähige Straßen zu erkennen und die baulich-räumlichen sowie organisatorischen Voraussetzungen dafür zu benennen.

Lernziele
- Gemeinsames Kennenlernen der verschiedenen Straßenfunktionen,
- Kenntnisse zum Einfluss der Straßenbreite und –gestaltung auf die Geschwindigkeit und das Verkehrsaufkommen,
- Erkennen der Bedeutung von Straßenrandnutzungen,
- Kenntnis gebrauchsfähiger Straßen- und Baulandzonierungen.
Bezug zur Nachhaltigkeit
Der Übungsbaustein dient der Schärfung der eigenen Wahrnehmung im Bereich Straßen- und Bebauungsplanung sowie der vertieften Reflexion aktueller Trends und Entwicklungen in Hinblick auf deren Nachhaltigkeit.
Vorausgesetztes Wissen
Benötigt kein spezielles Vorwissen
Kompetenzen
  • Related to local challenges / needs
  • Holistic thinking
  • Systemic thinking
  • Long-term thinking
  • Related to acquiring skills
  • Strengthens strategic competence
Vorbereitungsaufwand
Mittel
Zugang
Free
Quellen und Verweise

AMT DER NIEDERÖSTERREICHISCHEN LANDESREGIERUNG (Hrsg.): „Gestaltung von Straße und Ortsraum“, Handbuch der Gruppe GB/2, Wien 1998.

ARBEITSGEMEINSCHAFT FREIRAUM UND VEGETATION (Hrsg.): „StadtbaumSchule. Vertrauliche Mitteilungen über Bäume“, Notizbuch 38 der Kasseler Schule, Kassel 1996.

BECHTLER C. et al.: „Shared Space. Beispiele und Argumente für lebendige öffentliche Räume”, Heinrich Böll Stiftung, Bielefeld 2010.

BECKER et al.: „Platz nehmen – Platz geben. Nutzung und Gebrauch öffentlicher Plätze in Graz sowie deren Beeinflussung durch WLAN-Hotspots – eine freiraumplanerische Stellungnahme“, Projektarbeit am Institut für Landschaftsplanung der Universität für Bodenkultur, Wien 2010.

BÖSE H.: „Die Aneignung von städtischen Freiräumen. Beiträge zur Theorie und Sozialen Praxis des Freiraumes“, Arbeitsberichte des Fachbereichs Stadtplanung und Landschaftsplanung, Heft 22, Gesamthochschule Kassel, Kassel 1981.

JACOBS J.: „Tod und Elend großer amerikanischer Städte“, Braunschweig 1976. Projektübung „Straßen zum Leben“ 6

MAES W.: „Stress durch Strom und Strahlung. Baubiologie: Unser Patient ist das Haus – Band 1, Elektrosmog, Mobilfunk, Radioaktivität, Erdstrahlung, Schall“, Schriftenreihe Gesundes Wohnen, Institut für Baubiologie und Ökologie, Neubeuern 2005.

OBERFELD G.: „Informationsmappe Elektrosmog“, Landessanitätsdirektion, Referat Gesundheit, Hygiene und Umweltmedizin (Hrsg.), Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9, Gesundheitswesen und Landesanstalten (Verleger), Salzburg 2008.

SCHOLZ N.: „Über den Umgang mit Bäumen - oder: praktisch-handwerkliche Erfahrungen zur Technik des Bäumepflanzens“, Notizbuch 1 der Kasseler Schule, Arbeitsgemeinschaft Freiraum und Vegetation (Hrsg.), Kassel 1985.

THEILING C. et al.: „Bremer-Reihen. Reihenhäuser und ‚ne Reihe Plätze in Bremen“, Notizbuch 44 der Kasseler Schule, Arbeitsgemeinschaft Freiraum und Vegetation (Hrsg.), Kassel 1996.

Richtlinien und Handbücher:

BRACHER T. et al. (Hrsg.): HKV-Handbuch der kommunalen Verkehrsplanung, Für die Praxis in Stadt und Region, Loseblattwerk, VDE-Verlag, Berlin 2012.

FORSCHUNGSGESELLSCHAFT FÜR STRASSEN- UND VERKEHRSWESEN: RAST 06, Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen, FSGV-Nr. 200, Arbeitsgruppe Straßenentwurf, FGSV-Verlag, Köln 2006.

ÖSTERREICHISCHE FORSCHUNGSGESELLSCHAFT STRASSE - SCHIENE - VERKEHR: Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen, RVS 03.02.12 Fußgängerverkehr (August 2004), Wien.

ÖSTERREICHISCHE FORSCHUNGSGESELLSCHAFT STRASSE - SCHIENE - VERKEHR: Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen, RVS 03.02.13 Radverkehr (März 2011), Wien.

ÖSTERREICHISCHE FORSCHUNGSGESELLSCHAFT STRASSE – SCHIENE - VERKEHR: Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen, RVS 03.04.12 Querschnittgestaltung von Innerortsstraßen (Jänner 2001), Wien.

Internetverweise:

(Zugriffe im August und September 2012)

http://videos.next-up.org/Arte/Fluchtlinge_vor_einer_strahlenden_Welt/20_12_2009.html (Film)

http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung/Bundesnormen/10011336/StVO%201960%2c%20Fassung%20vom%2010.09.2012.pdf

http://www.rtb-bl.de/RTB/2011/11/reduzierter-larm/

Gefördert von
Gefördert vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Ausschreibung "Projekt MINT-Massenfächer" (2011/12)

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Maria Baumgartner

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