Sustainicum Collection

Consus Qëllimi i projektit është të krijojë një rrjet rajonal shkencor-shoqëror për risitë e qëndrueshmërisë në Shqipëri e Kosovë me qëllim forcimin e lidhjes dhe bashkëpunimit të institucioneve në fushën e arsimit të lartë, kërkimit dhe praktikës.
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Resource facts

  • 5 bis 10 Studierende
  • Bis zu 3 Vorlesungseinheiten
  • Internet Verbindung erforderlich
  • English, German

Beschreibung
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Rollenspiel „Wissenschaftskonferenz – Podiumsdiskussion“(Resource ID: 21)

Das Rollenspiel „Wissenschaftskonferenz – Podiumsdiskussion“ lässt die TeilnehmerInnen in spielerischer Form Diskussionen zum Thema inter- und transdisziplinäre Forschung führen. Neben der Wiederholung und Vertiefung der zuvor erarbeiteten Lehrinhalte erweitern die TeilnehmerInnen ihre sozialen Handlungskompetenzen, wie Diskussions- und Kommunikationsfähigkeit. Indem die TeilnehmerInnen mit unterschiedlichen Rollen (Befürworter, Kritiker, Methodiker, Praktiker etc.) ausgestattet werden und unterschiedliche Basisliteratur vorbereitend zur Diskussion lesen, können alle Beteiligten während des Rollenspiels zahlreiche neue Perspektiven zum Thema einsehen.

Das komplexe Thema Nachhaltigkeit kann neben klassischen Methoden der Wissensvermittlung durch spezielle interaktive Methoden erlebbar gemacht werden. Ausgehend von der Prämisse, dass Nachhaltigkeit Menschen verlangt, die sich Gehör verschaffen, starke Argumente entwickeln und kritisch reflektieren können, wurde das Rollenspiel „Wissenschaftskonferenz – Podiumsdiskussion“ entwickelt.

Innerhalb verschiedener Disziplinen, wie der Pädagogik und Psychologie, ist das Rollenspiel eine anerkannte und wertvolle Methode, um das eigene soziale Handeln und Verhalten zu reflektieren. Im Kontext der universitären Nachhaltigkeitslehre dient die Methode der vertieften Wiederholung und der kritischen Reflexion des Gelernten. Studierende erfahren sich selbst in der Rolle der Expertin/des Experten und lernen, eigene Standpunkte klar zu artikulieren und zu verteidigen sowie (Fach- oder Erfahrungs-) Wissen zu kommunizieren. Das heißt, sie erweitern ihre sozialen Handlungskompetenzen und festigen ihr aus dem Lehrunterricht erworbenes Wissen.

Die Methode Rollenspiel „Wissenschaftskonferenz - Podiumsdiskussion“ lässt sich auf unterschiedliche Zielgruppen und Themen anpassen und wurde für das Projekt Sustainicum zum Thema der inter- und transdisziplinären Forschung ausgearbeitet. Bereits Karl Popper (1963:88) formulierte “We are not students of some subject matter, but students of problems. And problems may cut right across the borders of any subject matter or discipline.”

Fragestellungen der Nachhaltigen Entwicklung zeichnen sich durch ihre Komplexität aus und machen inter- und transdisziplinäre Zugänge notwendig, um näherungsweise den umfangreichen Anforderungen gerecht zu werden. Es gibt unterschiedliche Definitionen von ID und TD. Das National Committee on Science, Engineering, and Public Policy (2005) definiert Interdisziplinarität folgendermaßen:

“Interdisciplinary research (IDR) is a mode of research by teams or individuals that integrates information, data, techniques, tools, perspectives, concepts, and/or theories from two or more disciplines or bodies of specialized knowledge to advance fundamental understanding or to solve problems whose solutions are beyond the scope of a single discipline or area of research practice.”

Darüber hinaus kann man Transdisziplinarität laut Pohl und Hirsch Hadorn (2006) an vier Eigenschaften, die in den verschiedenen Definitionen unterschiedlich miteinander kombiniert werden, festmachen. Die Eigenschaften lauten:

  • das Überschreiten und Integrieren von disziplinären Paradigmen,
  • das partizipative Forschen,
  • die Orientierung an lebensweltlichen Problemen und
  • die Suche nach einer universellen Einheit des Wissens jenseits von Disziplinen.

Dies impliziert veränderte Abläufe im Forschungsprozess, eine Reihe neuer Anforderungen an die Rolle des/der WissenschaftlerInnen sowie z.B. die Anforderungen, verschiedene Methoden, Theorien und Wissensformen miteinander zu integrieren.

Wenngleich die oben angeführte Version von ID und TD nur eine Definition von vielen darstellt (die verschiedenen Vorstellungen und Definitionen von ID und TD werden im vorliegenden Rollenspiel auch thematisiert), lässt sie hohe und neue Anforderungen an die Forschenden sichtbar werden. Daraus wiederum ergeben sich die Rollen für die Methode Rollenspiel „Wissenschaftskonferenz – Podiumsdiskussion“. Der Baustein wird für eine „Podiumsdiskussion Wissenschaftskonferenz zum Thema inter- und transdisziplinäre Forschung“ vorbereitet und erlaubt, in Lehrveranstaltungen eine reale Lebenssituation im wissenschaftlichen Umfeld zu simulieren.

HINWEISE:

  • Speziell vorbereitet für die inter- und transdisziplinäre Lehre.
  • Im vorbereiteten Fall für die Erprobung der Sicht des/der WissenschaftlerIn, indem die Teilnahme an einer Wissenschaftskonferenz simuliert wird und die Rollen ausschließlich die von WissenschaftlerInnen sind.
  • Benötigt gezielte Vorbereitungszeit durch Literatur und sollte am Ende eines Seminars oder einer Übung stattfinden, bei der/dem die Inhalte des Rollenspiels Thema war.

HINWEISE ZUR WEITERBEARBEITUNG DES ROLLENSPIELS:

  • Um den Fokus weniger auf die wissenschaftsinterne Diskussion zu legen, könnte das Rollenspiel nicht im Zentrum einer „Wissenschaftskonferenz“ sondern im Zentrum eines klassischen TD-Stakeholderworkshops ablaufen. Dabei würden neue Rollen, wie die der regionalen Akteure, die sich an TD-Prozessen beteiligt haben, und NGO-Vertreterinnen etc., entstehen.
  • Ebenso wäre es möglich, Akteure/Akteurinnen in ihren Rollen als WissenschaftlerInnen diskutieren zu lassen. Diese sollten dann Feedback von AkteurInnen bekommen, die die Rolle der Stakeholder eingenommen haben. Dadurch kann der Blick bzgl. Anliegen außerhalb des wissenschaftlichen Kontextes geschärft werden.
  • Dieses Konzept ist unabhängig von Typ und Inhalt der Lehrveranstaltung abwandelbar. Texte müssen ausgetauscht und Rollen neu definiert oder erweitert werden. Durch die Weiterbearbeitung und Ergänzung der bisher genannten Texte könnte auch eine vollständig englischsprachige Version des Rollenspiels „Wissenschaftskonferenz“ erreicht werden.
Lernziele
- Lehrinhalte werden vertieft und gefestigt
- Lehrinhalte werden aus verschiedenen Perspektiven kritisch reflektiert
- TeilnehmerInnen erfahren sich in der Rolle der Expertin/des Experten und können eigene Standpunkte klar artikulieren und mit fachlichen Argumenten verteidigen
- TeilnehmerInnen haben ihre sozialen Handlungskompetenzen (Diskussionsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit etc. ) erweitert
Bezug zur Nachhaltigkeit
Die inter- und transdisziplinäre Forschung ist Antwort auf die komplexen Herausforderungen unserer gegenwärtigen Gesellschaft. Fragestellungen der Nachhaltigkeit machen neue Forschungszugänge und die Verbindung von praktischem und wissenschaftlichem Wissen notwendig. Deshalb ist es unabdingbar, die Forschungsprozesse, Methoden und praktischen Erfahrungen in Bezug auf die TD-Forschung in Lehrveranstaltungen zu erarbeiten. Studierende benötigen Wissen darüber, was TD- und ID-Forschung bedeutet und wie Methoden und Techniken dieses Zugangs ablaufen. Dies kann durch einzelne Personen erfolgen, die bestimmte Expertenrollen auf Basis von Literatur und Unterricht übernehmen.
Vorausgesetztes Wissen
Benötigt kein spezielles Vorwissen
Vorbereitungsaufwand
Niedrig
Zugang
Free
Gefördert von
Gefördert vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Ausschreibung "Projekt MINT-Massenfächer" (2011/12)

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Autor

Mag. Dr. Renate Renner

Kontakt

Ricarda Rindlisbacher
ricarda.rindlisbacher(at)uni-graz.at
This teaching resource is allocated to following University:
KFUG - Karl-Franzens-University Graz
Datum:

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Creative Commons
BY-SA