Sustainicum Collection

Consus Qëllimi i projektit është të krijojë një rrjet rajonal shkencor-shoqëror për risitë e qëndrueshmërisë në Shqipëri e Kosovë me qëllim forcimin e lidhjes dhe bashkëpunimit të institucioneve në fushën e arsimit të lartë, kërkimit dhe praktikës.
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Resource facts

  • 5 bis 10 Studierende
    mehr als 10 Studierende
  • Bis zu 3 Vorlesungseinheiten
  • English, German

Beschreibung
(als PDF)

Implementierung

Zusätzliche Anhänge

Uni, Duo, Tre(Resource ID: 28)

Uni, Duo, Tre ist ein Wortspiel. Es meint 1. dass Nachhaltigkeit – analog zu Uni, Duo, Tre – schrittweise geschieht und/oder aufeinander aufbauende Maßnahmen erfordert. 2. dass Nachhaltigkeit neue Denkmodelle braucht. Hier kann Schule und im konkreten Fall die Universität beispielhaft – und wiederum step by step - Vorbild und Vorreiter sein. 3. dass Nachhaltigkeit laufend Reflexion braucht z.B. a. im bekannten Umfeld des eigenen Studienfaches (Uni) b. über die eigenen fachlichen Grenzen hinaus (Duo - Komfortzonen verlassen – Frage: Wo hört meine Komfortzone auf?) c. über die Ränder des Bildungs- und Wissenschaftsbereiches hinaus und hinein in Wirtschaft und Gesellschaft (Tre) 4. dass Nachhaltigkeit Eigenverantwortung verlangt: von Lehrenden, von Studierenden, von zukünftigen Führungskräften 5. dass Studierende unterschiedlicher Studienrichtungen schon während des Studiums sehr viel voneinander wertschätzend (kennen)lernen könn(t)en (Unterschiede im Zugang zu Problemstellungen...) mit nachhaltigen Wirkungen auf Leben und Beruf (Bildung, Wirtschaft, Politik...) 6. das alte Modell der Nachhaltigkeit (Nachhaltigkeitsdreieck): Ökonomie – Ökologie – Soziales... Nachhaltigkeit wird als Sozialer Prozess verstanden. Die Basis sozialer Prozesse ist gelingende Kommunikation. Gelingende Kommunikation bedarf der gemeinsamen und der Selbst-Reflexion. Diese Reflexion sollte inhaltlich ehrlich und klar und – damit sie auch tatsächlich ehrlich sein kann – wertschätzend, sich und anderen Personen gegenüber, geführt werden. Die Reflexion hat eine inhaltliche und eine Prozess-Ebene (das was in mir und zwischen mir und anderen Personen abläuft). Eigene Gefühle bemerken! Das gemeinsame Nach-Denken über ein(e) Thema/Aufgabe erfolgt mutig über eigene Sichtweisen und Fachgrenzen hinaus. Dieses soll als persönlich und fachlich bereichernd erlebt werden. Erst die Vielfalt der Sichtweisen bringt das „Ganze“ ins Bild. Weiters soll die Bedeutung von Führung, im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit, thematisiert und erkundet werden. Viele der Studierenden sind zukünftige Führungskräfte, die zumindest einen praktischen Zugang zum Thema Partizipation, Dialog und Nachhaltigkeit bewusst erlebt haben sollten. Ziele: 1. Durch einfache methodische Anweisungen (Setting), den Prozesscharakter von Kommunikation erlebbar zu machen. 2. Sich mit der Frage, Was ist denn nun „das Ganze“?, auseinanderzusetzen. 3. Das Thema Führung und Nachhaltigkeit in einen sinnlich erlebbaren Zusammenhang zu bringen. Die Studierenden sind eingeladen, über Fachgrenzen hinaus Dialoggruppen zu bilden um Erfahrungen mit "Andersgestrickten" zu sammeln. Das Format entspricht den Prinzipien des Action Learning (Siehe u.a.: http://de.wikipedia.org/wiki/Action_Learning - siehe v.a. Nutzen von Action Learning und Wesentliche Merkmale eines Action-Learning-Programms.)

Uni, Duo, Tre besteht aus drei Bausteinen...

...und ist bewusst einfach gehalten!

Uni, Duo, Tre ist kein klassisches Kommunikationstraining. Doch geht es um authentische Kommunikation und um die Reflexion darüber. Es geht darum,

  1. bestmögliche Informationen und Ergebnisse aus „Kommunikationsprozessen“ mit sich selbst, in kleinen und in größeren Gruppen zu erhalten. Basis dieser zu erreichenden Qualität ist Zuhören
  2. Gesprächsprozesse zu reflektieren – besonders hinsichtlich dessen, was zwischen oder unter dem Gesagten geschieht. 
  3. Erfahrung zu sammeln, wie Kommunikation besser gelingt UND dass DAS einen essentiellen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet.

In der Kommunikation wird v.a. auf das Senden, sprich Sprechen, fokussiert. Zu kurz kommt das Zuhören, eine Form fokussierter Wahrnehmung. Wie gut täte es uns und der Welt, wenn mehr zugehört würde!

Im Rahmen von Uni, Duo, Tre soll das Wahrnehmen, in erster Linie eben das Zuhören, geübt und darauf sensibilisiert werden - und das „by training on the job“, indem Fragen und Themen, die sowieso anstehen, nach den vorgestellten Kriterien und Prinzipien bearbeitet werden.

Auf unterschiedlichen Ebenen sollen und können Fragen bearbeitet und mit „Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht werden“.

Die unterschiedlichen Ebenen sind:

  1. die individuelle und persönliche Ebene
  2. das Zweier- oder Dreiergespräch
  3. in der Gruppe (sieben bis 13 oder auch 30 Personen oder auch mehr)

Die Fragen, Themen und Aufgaben

Zu bearbeitende Fragen, Themen, Aufgaben können beliebig gewählt werden. Es kann durchaus sein – und das ist in einem guten Dialog oder Gruppengespräch regelmäßig der Fall – dass sich die Ausgangsthematik oder der Schwerpunkt oder auch der Zielpunkt im Laufe des Gespräches ändern. Es macht Sinn, das zu bemerken, sich evtl. in einem (Flipchart) Protokoll anzumerken, wann das passiert und am Ende, bei der Reflexion des Gesprächs diese „Knickpunkte“ genauer anzusehen. Dabei geht es nicht darum, WER das bewirkt hat sondern WAS bewirkt wurde und WIE es dazu gekommen ist. Der Gesprächsprozess und das Gesprächsergebnis ist immer eine Gruppenleistung. Auch wenn nichts herauskommt.

Homogene oder Heterogene Gruppen

Besonders in Gruppengesprächen ist es erhellend zu beobachten, was geschieht, wenn homogene Gruppen (= gleiches Alter, gleicher Studienabschnitt, gleiches Fach...) miteinander im Gespräch sind und was sich ändert, wenn dasselbe Thema mit einer anderen, heterogenen Gruppe (= verschiedene Altersgruppen, unterschiedliche Expertisen, evtl. sogar Leute außerhalb der Uni miteinbeziehen...) ebenfalls behandelt wird.

Bitte erzählen Sie mir von Ihren Erfahrungen und Erlebnissen, von diesen Unterschieden (Tempo des Dialogs, inhaltlicher Unterschied, Spannung, Konflikte, Handlungsanregungen, Ergebnisse, etc). Spielen Sie!

Lassen Sie Studierende erleben, was passiert, wenn mit Betroffenen oder über Betroffene geredet wird (z.B. Migrationsthema, Banken, Raumplanung, Transaktionssteuer, Studiengebühr...).

Der Baustein beinhaltet:

  • einen Implementierungsvorschlag (Spielregeln) für Lehrende und
  • ein Handout für Studierende.

Ich wünsche an dieser Stelle viel Vergnügen und tolle Erlebnisse miteinander und auch gute Erfahrungen mit sich selbst!

Ein Tipp an dieser Stelle: Gehen Sie’s gelassen an und experimentieren Sie – in kleinen Schritten. Sie können mich auch gerne kontaktieren. Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen!

Lernziele
1. Ein Gespür für „gelingende“ Kommunikation, basierend auf gutem Zuhören (aktives Zuhören), entwickeln.
2. Nachhaltigkeit lebt vom Wissen und der Zusammenarbeit vieler. So, wie es bei gelingender Kommunikation weniger um Methoden, denn um eine Haltung geht, geht es auch beim Thema Nachhaltigkeit weniger um Wissen, denn um eine Haltung: Wirtschaft muss nicht Krieg sein, sondern kann dem Leben aller dienen! (aus: ANKER,H., 2012, Ko-Evolution versus Eigennützigkeit. S. 39., Erich Schmidt Verlag, Berlin.)
3. Sich mit der Frage, „Was ist denn nun „das Ganze“?“, auseinandersetzen.
4. Das Thema Führung und Nachhaltigkeit in einen nachvollziehbaren und sinnlich erlebbaren Zusammenhang zu bringen (zukünftige Führungskräfte!).
5. Erkennen, dass jedes Thema einen Aspekt von Nachhaltigkeit beinhalten kann.
6. Selbstreflexion als „persönliche Qualitätssicherungsmaßnahme“ kennen und schätzen lernen (Soziale Kompetenz).
7. Gegensätze und Widersprüche wertzuschätzen und als Ausgangspunkt für mögliche Innovationen zu sehen.
Bezug zur Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit meint immer das “Ganze“.
Was nun genau dieses relevante “Ganze“ jeweils ist, ist immer wieder neu auszuverhandeln und zu erkunden. Es zeigt sich, dass Innovation – egal ob soziale oder technische Innovation – immer vom Austausch und vom Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure (Stakeholder) abhängig ist. Zumal Innovationen im Dienste der Nachhaltigkeit (O-Ton eines Technikers und Erfinders: „...weil eben immer Themen berührt werden, die über das eigene Fach hinaus gehen müssen.“) sind auf den fachübergreifenden Austausch angewiesen!

Menschen, insbesondere Führungskräfte, die dieses „Ganze“ im Blick haben, agieren anders.
Und es gibt viele positive Beispiele dafür! Sie handeln und führen mit einem anderen Fokus. Sie nehmen neben sozialen, wirtschaftlichen und fachlichen Gesichtspunkten ganz bewusst über das eigene Fach hinausreichende Wirkungen und Einflüsse wahr bzw. sind „spezialisiert“ darauf, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass diese wahrgenommen werden können. Diese Führungskräfte respektieren Mitbewerber am Markt als solche. Sie sind nicht deren Feinde, die vernichtet gehören.
Und eines wissen diese Leader auch: es braucht ein komplexes Sensorium um der Komplexität der Welt adäquat begegnen zu können. Wobei „komplex“ ganz klar nicht „kompliziert“ bedeutet. Im Dialog wird automatisch eine höhere Komplexität abgebildet. Entscheidungen, die auf dialogischen Prozessen aufbauen, nehmen Rücksicht auf die Komplexität der Welt oder der Situation.
Was ist der Gewinn? Ich lade Sie ein, diese Frage durchaus in einem Gruppen-Dialog zu besprechen!

Und es bedarf der Möglichkeit, darüber nach-zu-denken, „...was wir eigentlich tun und auch tun wollen.“ In der Theory-U von Otto Scharmer – ein kleiner Ausflug - gipfelt dieses Reflektieren am Wendepunkt des U-Prozesses, dem sogenannten „Presencing“. Es ist ein Ort der Stille. Das Neue entsteht an diesen Orten der Stille, des „Hörens und Zuhörens“, der Reflexion und Rekreation und diese werden dadurch zu Orten der Creation des Neuen und Unerwarteten.

Uni, Duo, Tre stellt nun ebensolche Rahmenbedingungen (Settings) und damit eine der Stellschrauben zur Verfügung und zur Diskussion, um diesen Radar in die Welt der Nachhaltigkeit bewusster gestalten zu können. (Letztlich passiert durch die vorgeschlagene Ent-Schleunigung eine Ver-Tiefung und als Resultat eine Be-Schleunigung des gesamten Innovationsprozesses. Der Mehrwert: Eine andere Qualität der entwickelten Strategien, Produkte und Dienstleistungen ist die Folge.)

Durch die vorgeschlagenen Settings sollen Menschen, Ideen, Themen, Fragen etc. einerseits gezielt in Beziehung gebracht werden UND es soll auch die Möglichkeit gezeigt werden, dass sich „Räume“ ergeben, wo sich „ungesteuert“ Dinge finden können.

Ein Gefühl entwickeln, ob und wie gegensätzliche Pole „zusammengebracht“ werden können.
Vorausgesetztes Wissen
Benötigt kein spezielles Vorwissen
Vorbereitungsaufwand
Mittel
Zugang
Free
Quellen und Verweise

Das Format entspricht in vieler Hinsicht den Prinzipien des Action Learning (Siehe u.a.: http://de.wikipedia.org/wiki/Action_Learning - v.a. Nutzen von Action Learning und Wesentliche Merkmale eines Action-Learning-Programms.)

Gefördert von
Gefördert vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Ausschreibung "Projekt MINT-Massenfächer" (2011/12)

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Autor

Ing. Mag. Alfred Rindlisbacher

Kontakt

Alfred Rindlisbacher
office(at)mitanond.com
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KFUG - Karl-Franzens-University Graz
Institution:
Mitanond
Datum:

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