Sustainicum Collection

Consus Qëllimi i projektit është të krijojë një rrjet rajonal shkencor-shoqëror për risitë e qëndrueshmërisë në Shqipëri e Kosovë me qëllim forcimin e lidhjes dhe bashkëpunimit të institucioneve në fushën e arsimit të lartë, kërkimit dhe praktikës.
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  • unabhängig von der Zahl der Studierenden
  • Bis zu 3 Vorlesungseinheiten
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Geistiges Eigentum – Aspekte der Nachhaltigkeit(Resource ID: 7)

Zum geistigen Eigentum zählen die Rechtsbereiche des Urheber-, Patent-, Marken- und teilweise auch Wettbewerbrechts. In einem ersten Schritt werden von den Studierenden Fragebögen zu den Themen „Musikdownloads“, „Generika“ und „Produktpiraterie“ ausgefüllt und anschließend diskutiert. Ziel ist es, sich kritisch mit dem Schutz des geistigen Eigentums, den unterschiedlichen Interessensphären sowie möglichen Zukunftsvisionen, die der Nutzung geistigen Eigentums im Cyberspace gerecht werden, auseinander zu setzen. Es soll ein „Grundgefühl“ für die Problematiken im Zusammenhang mit geistigem Eigentum geschaffen werden.

Das geistige Eigentum ist derzeit heiß diskutiert wie schon lange nicht. Zum geistigen Eigentum zählen folgende Rechtsbereiche:

  • Urheberrecht: die Rechte der künstlerisch Schaffenden an ihren Werken
  • Patentrecht: die Rechte der Erfinder von technischen Neuerungen und Verfahren
  • Markenrecht: die Rechte an Handelsbezeichnungen in Wort und Bild
  • teilweise auch das Wettbewerbsrecht (UWG)

In den letzten Jahren wurden einerseits durch den Einfluss der Europäischen Union die Schutzmaßnahmen verstärkt und vor allem auch Schutzfristen verlängert. Andererseits finden in jüngster Zeit Gruppierungen wie etwa die Piratenpartei großen Zuspruch, die genau das Gegenteil wollen, nämlich eine starke Reduktion bzw. überhaupt die Abschaffung von geistigen Eigentumsrechten.

Das Spannungsfeld definiert sich zum einen durch die Interessen der kreativ-schaffenden Menschen und der Verwertungsindustrie, die einen starken und langandauernden Schutz befürworten, zum anderen durch die Allgemeinheit, die einen möglichst unkomplizierten und kostengünstigen Umgang mit fremdem Geistesgut wünscht. Einen Kompromiss zwischen den Interessengruppen zu finden ist seit jeher schwierig.

Dieser Baustein des Sustainicum Projekts bezweckt eine kritische Auseinandersetzung mit dem Schutz des geistigen Eigentums, den unterschiedlichen Interessensphären sowie möglichen Zukunftsvisionen, die der Nutzung geistigen Eigentums im Cyberspace gerecht werden. Denn sowohl die künstlerische als auch die technische Entwicklung einer Gesellschaft ist abhängig vom Schutz des geistigen Eigentums. Ohne geistiges Eigentum kann eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung nicht stattfinden.

Der Baustein besteht aus jeweils zehn Thesen zu drei unterschiedlichen Themenbereichen (Seiten 3 bis 8), die von Studierenden wie folgt (mittels Icons) bewertet werden sollen:

  • entspricht meiner Meinung
  • egal, weiß nicht
  • entspricht überhaupt nicht meiner Meinung

Diese Bewertungen können dann in einem weiteren Blatt durch den Leiter der Veranstaltung statistisch ausgewertet werden. Im Anschluss daran sind die einzelnen Thesen mit möglichen Standpunkten (was spricht dafür/was spricht dagegen) aufgelistet und sollen als Diskussionsgrundlage dienen (Seiten 9 bis 20). In der Schlussdiskussion finden sich weiterführende plakative Thesen bzw. Aussagen meinerseits, die den Ergebnissen der Evaluierung gegenübergestellt und diskutiert werden sollen (Seite 21).

Das Ziel dieses Bausteins liegt darin, ein Bewusstsein und ein „Grundgefühl“ für die Themen und die Problematiken im Zusammenhang mit dem geistigen Eigentum in Bezug auf nachhaltige gesellschaftliche Entwicklungen zu schaffen.

Lernziele
Schaffung eines Basis-Bewusstseins für die Themen und Problematiken im Zusammenhang mit dem geistigen Eigentum.
Bezug zur Nachhaltigkeit
Diskussion der Studierenden auch im Bezug auf Zukunftsszenarien des geistigen Eigentums.
Vorausgesetztes Wissen
Benötigt kein spezielles Vorwissen
Vorbereitungsaufwand
Niedrig
Zugang
Free
Quellen und Verweise

Karl, Musik im Netz: Raubkopierer sind keine "Verbrecher", Die Presse 2005/26/05

Noll, Der Musik-Download im Lichte des Dreistufentests, MR 2004, 400

Philapitsch, Zum Erfordernis einer legalen Quelle für die Digitale Privatkopie, MR 2004, 111 

Schachter in Cucsko (Hrsg), urheber.recht (2007) Erl zu § 42 UrhG

Spreitzer-Kropiunik/Mosing, in Cucsko (Hrsg), urheber.recht (2007) Erl zu § 42 UrhG

Stomper, Internet-Tauschbörsen nach der UrhG-Novelle, RdW 2003, 368

Thiele/Laimer, Die Privatkopie nach der Urheberrechtsgesetznovelle 2003, ÖBl 2004, 17

Leopold /Vogler/Habl, Was macht ein erfolgreiches Referenzpreissystem aus? - Erfahrungen, SozSi 2008, 614

Krammer, Preissenkung nach Aufnahme des dritten Nachfolgeprodukts (Generikums) in Erstattungskodex Gibt es eine Bindungswirkung des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger an Empfehlungen der Heilmittel-Evaluierungs-Kommission?, RdM 2006/118 

Maksimovic-Delpos/Toberer, Generika: Wissenschaft oder Werbung - was wirkt wirklich?, SozSi 2012, 203

Reichardt/Weissenfels/Wolzt/Gouya, Eine reduzierte Rezeptgebühr für Generika - rechnet sich das?, SozSi 2007, 40

http://de.wikipedia.org/wiki/Generikum

http://www.diabetes-austria.com/detail.php?stID=1534&kat=3&page_title=Aktuell

http://www.medizin-transparent.at/generika-kein-hinweis-auf-minderwertigkeit

Braunböck/Grötschl, Produktpiraten auf der Spur, ÖBl 2007/23

Braunböck/Grötschl, Produktpiraterie – was ist zu tun?, ÖBl 2007/24

Braunböck/Schachter, P(r)oduktpiraterie neu – Der Kampf geht weiter!, ecolex 2004, 543

Donath, Neue Entwicklungen zur Frage der markenrechtlichen Beurteilung in Transit befindlicher Waren, ÖBl 2011/63

Spring, Neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Produktpiraterie, RdW 2004/240

https://www.bmf.gv.at/zoll/produktpiraterie/produktpiraterie.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Produktpiraterie

http://wien.arbeiterkammer.at/online/produktpiraterie-gefaelschte-waren-12142.html

http://www.icc-austria.org/en/Service/Prevention-of-commercial-crime/Produktpiraterie.htm

Gefördert von
Gefördert vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Ausschreibung "Projekt MINT-Massenfächer" (2011/12)

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Autor

RA Dr. Rainer Beck, MMag.art.

Kontakt

Ricarda Rindlisbacher
ricarda.rindlisbacher(at)uni-graz.at
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KFUG - Karl-Franzens-University Graz
Datum:

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Creative Commons
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Werkzeuge und Methoden

  • Schriftliches Material, Präsentationsunterlage(n)