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Resource facts

  • mehr als 10 Studierende
  • 15 - 30 Minuten
    Bis zu 3 Vorlesungseinheiten
  • Internet Verbindung erforderlich
  • English, German

Beschreibung
(als PDF)

Zusätzliche Anhänge

World Café(Resource ID: 18)

Das World Café beschreibt eine interaktive und problemlösungsorientierte Brainstorming-Methode. Ziel ist, für komplexe Herausforderungen neue und innovative Lösungsstrategien zu finden. Dies passiert anhand intensiver Diskussionen in Kleingruppen, wo Personen unterschiedlichen Hintergrunds sich austauschen und gemeinsam Ideen entwickeln.

Die World Café Methode wurde von Juanita Brown und David Isaacs entwickelt. Ziel der Methode ist, in einem interaktiven Brainstorming-Prozess so viele Ideen wie möglich zu konkreten Fragestellungen zu entwickeln, mit vielen unterschiedlichen Personen in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen.

Komplexe Fragen werden in einer ganzheitlichen und systemischen Sichtweise reflektiert und diskutiert und gemeinsam werden neue und innovative Erkenntnisse gewonnen. Ein World Café ist besonders für heterogene Gruppen geeignet, da die unterschiedlichen Perspektiven und Hintergründe der TeilnehmerInnen oftmals zu einem kreativen Prozess führen und sich überraschende neue Ideen entwickeln. Durch die Methode wird strategisches und vorausschauendes Denken gefördert.

Respekt, Offenheit, Zuhören und Transparenz sind Grundlagen einer erfolgreichen World Café Diskussion, die von jedem/r TeilnehmerIn eingehalten werden müssen. Im Folgenden werden sieben Prinzipien des World Cafés beschrieben.

Sieben Prinzipien des World Cafés nach Brown, Isaacs und der World Café Community:

  1. Den Kontext festlegen: Ziel und Zweck eines World Cafés sowie erwartete Ergebnisse müssen am Anfang klar definiert werden.
  2. Eine gastfreundliche Atmosphäre schaffen: wie in Cafés sollte auch das World Café in einer angenehmen Atmosphäre ablaufen. Dadurch fühlen sich die TeilnehmerInnen sicher und wohl und tragen leichter ihre Ideen und Vorschläge bei.
  3. Relevante Fragestellungen überlegen: relevante und klar definierte Fragestellungen sind für ein erfolgreiches World Café essentiell. Dadurch können Unklarheiten vermieden werden und die TeilnehmerInnen wissen, wofür konkret Lösungsstrategien gefordert werden. Je stärker die Themen die TeilnehmerInnen betreffen bzw. diese sich damit identifizieren, desto motivierter werden sie an den Diskussionen und Brainstorming-Runden teilnehmen.
  4. TeilnehmerInnen zum Beitragen ermutigen: kleine Gruppengrößen und eine angenehme „Kaffeehausatmosphäre“ fördern die aktive Beteiligung aller Personen. Trotzdem ist es zusätzlich wichtig, die TeilnehmerInnen zu ermutigen, ihre Ideen mitzuteilen und sich aktiv am gemeinsamen Problemlösungsprozess zu beteiligen. Insbesondere die GastgeberInnen an den einzelnen Tischen (siehe didaktische Beschreibung der Methode) sind hier gefragt.
  5. Unterschiedliche Perspektiven verknüpfen: das World Café fördert den Austausch mit möglichst vielen Personen, welche einen sehr heterogenen Hintergrund und folglich verschiedene Perspektiven haben können, aber dennoch von denselben Herausforderungen betroffen sind. Durch diese unterschiedlichen Blickwinkel und das gemeinsame Entwickeln von Lösungsvorschlägen, ergeben sich neue und interessante Erkenntnisse.
  6. Zuhören: anderen zuhören und reflektieren ist eine Grundlage des World Cafés.
  7. Gemeinsame Erkenntnisse teilen: am Ende des World Cafés ist es wichtig, die Ergebnisse der einzelnen Tische im Plenum zu präsentieren, damit alle Beteiligten informiert werden und wissen, wie sich z.B. Diskussionen, denen sie am Anfang beigewohnt haben, weiterentwickelt haben.

Didaktische Beschreibung der Lehrmethode

Gruppengröße:

Die World Café Methode ist passend für Gruppen ab 12 Personen, auch World Cafés mit mehreren hundert Personen sind denkbar, erfordern aber viel Platz und Organisation. Empfehlenswert sind Gruppengrößen zwischen 12 und 30 Personen.

Vorbereitung:

Für ein World Café benötigen Sie einzelne Tische, an denen vier bis sieben Personen Platz haben. Diese sollen locker im Raum verteilt stehen.

Für jeden Tisch benötigen Sie ein Flipchartpapier (mind. A0) und jeweils 3-4 Stifte unterschiedlicher Farben.

Ablauf:

  1. Am Beginn eines World Cafés legen Sie die Anzahl an Diskussionstischen fest, wobei vier bis sieben Personen an einem Tisch sein sollten. Bei 12 Personen würden sich z.B. drei Tische eignen.
  2. Führen Sie kurz in das Thema ein, das Sie diskutieren möchten. Sie können sich vorab bereits Fragestellungen überlegen, die diskutiert werden sollen, oder diese erst gemeinsam mit den Studierenden erarbeiten. Da an jedem Tisch eine Frage bearbeitet wird, benötigen Sie so viele Fragen wie Tische. Beachten Sie, dass die Fragen so klar wie möglich formuliert sind, um etwaige Unklarheiten zu vermeiden.
  3. Für jede Frage/jeden Tisch wird ein/e GastgeberIn gewählt. Der/die GastgeberIn hat die Aufgabe, die Diskussion zu moderieren und für eine freundliche Atmosphäre zu sorgen. Er/sie bleibt während des gesamten World Cafés am selben Tisch, begrüßt nach jeder Runde die neuen KollegInnen und führt sie kurz in die bisherigen Diskussionsbeiträge ein. Wichtig ist, dass die Diskussionen und Ideen auch immer auf Flipchartpapier festgehalten werden, damit keine Ideen verloren gehen. Es kann geschrieben und gezeichnet werden. Der/die GastgeberIn präsentiert die Ergebnisse seiner/ihrer Fragestellung am Ende des World Cafés. Der/die GastgeberIn sollte sich, wenn möglich, freiwillig für die Fragen/Themen melden.
  4. Die anderen TeilnehmerInnen teilen sich auf die Tische auf.
  5. Die erste Runde beginnt. Jede Runde dauert 15-25 Minuten, wobei die Fragestellungen parallel diskutiert werden. Nach jeder Runde erfolgt ein Signal (z.B. ein Gong oder durch Klatschen). Die TeilnehmerInnen wechseln die Tische (bis auf den/die GastgeberIn), wobei es wichtig ist, dass die TeilnehmerInnen nicht geschlossen von Tisch zu Tisch gehen, sondern auch die GesprächspartnerInnen wechseln. Am Ende soll jede/r TeilnehmerIn seine/ihre Ideen an jedem Tisch eingebracht haben. Es gibt folglich so viele Runden wie Tische.
  6. Am Ende fassen die GastgeberInnen die Ergebnisse ihrer Tische vor allen Beteiligten nochmals kurz zusammen.
  7. Wenn das World Café als Grundlage für weitere Arbeiten dient, ist es sinnvoll, die Ergebnisse der einzelnen Fragestellungen schriftlich noch zusammenzufassen bzw. die Flipcharts zu fotografieren und zur Verfügung zu stellen.

Sollten Sie ein World Café mit mehreren hundert Personen planen, können dieselben Fragestellungen auch des Öfteren verwendet werden. Auch können Sie die Anzahl der Runden reduzieren; z.B. haben Sie sechs verschiedene Fragestellungen, halten jedoch nur vier Runden ab, wodurch die TeilnehmerInnen folglich nur vier von sechs Fragestellungen diskutieren.

Notwendige Unterlagen/Materialien

Ein Flipchartpapier und 3-4 Stifte pro Tisch.

Typ der Lehrmethode
  • Brainstorming
  • Diskussion/Debatte
Vorbereitung
Niedrig
Vorausgesetztes Wissen
Benötigt kein spezielles Vorwissen
Themen der Nachhaltigkeit
Bei den behandelten Inhalten gibt es keine Einschränkung. Wichtig dabei ist, dass klare Fragestellungen entwickelt werden können.
Sehr gut geeignet ist das World Café bei heterogenen Gruppen, die von demselben Problem betroffen sind (wie z.B. bei Stadtplanungsprozessen).
Stärken der Methode
- Diskussion, Brainstorming und Reflexion aller Beteiligten zur Findung gemeinsamer Problemlösungsstrategien → Stärkung der Teamfähigkeit
- Entwicklung neuer Ideen unter Berücksichtigung einer systemischen, ganzheitlichen Perspektive
- Eigene Anwendung der Methode des World Cafés
Beurteilung / Evaluierung
Eine Beurteilung ist im Rahmen eines World Cafés nicht vorgesehen, da es schwierig ist, Einzel- oder Gruppenleistungen zu eruieren, da die Ergebnisse eine gesamte Leistung aller Beteiligten darstellen.
Eine Feedbackrunde ist eine gute Möglichkeit, um die Methode und das Erlernte der Studierenden zu reflektieren.
Quellen und Verweise

  • The World Café: www.theworldcafe.com (eine umfassende Beschreibung über die World Café Methode)

  • Brown, Juanita; Isaacs, David; World Café Community (2005) The World Café – Shaping our Futures through Conversations that Matter. Berrett-Koehler Publishers, San Francisco, 242 p.

  • Eine kurze Beschreibung und Leitlinien der World Café Community, 2002: http://theworldcafe.com/translations/Germancafetogo.pdf 

Gefördert von
Gefördert vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Ausschreibung "Projekt MINT-Massenfächer" (2011/12)-

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Autor

Mag. Marlene Mader

Kontakt

Mader Marlene
marlene.mader(at)outlook.com
This teaching resource is allocated to following University:
KFUG - Karl-Franzens-University Graz
Institution:
RCE Graz-Styria (KFU Graz)
Datum:

Lizenz

Creative Commons
BY

Typ

  • Brainstorming
  • Diskussion/Debatte