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Sustainicum Collection

Consus Qëllimi i projektit është të krijojë një rrjet rajonal shkencor-shoqëror për risitë e qëndrueshmërisë në Shqipëri e Kosovë me qëllim forcimin e lidhjes dhe bashkëpunimit të institucioneve në fushën e arsimit të lartë, kërkimit dhe praktikës.
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Resource facts

  • 5 bis 10 Studierende
    mehr als 10 Studierende
  • Bis zu 3 Vorlesungseinheiten
  • Internet Verbindung erforderlich
  • English, German

Beschreibung
(als PDF)

Zusätzliche Anhänge

Heißer Stuhl(Resource ID: 24)

Bei der Methode des Heißen Stuhls geht es darum, sich in verschiedene Rollen zu versetzen und sich aus diesen Positionen heraus den Fragen einer Gruppe zu stellen. Der Perspektivenwechsel erlaubt auch schüchternen Teilnehmenden, sich aktiv an einer Diskussion zu beteiligen und einen Standpunkt zu vertreten, der nicht unbedingt sein/ihr eigener ist. So können Studierende nicht nur Fachwissen transportieren, sondern auch im Sinne der Selbstkompetenz die Kompetenz Perspektivenwechsel üben.

Zu einem spezifischen Thema oder einer Problematik nimmt ein/e Freiwillige/r auf dem heißen Stuhl Platz. Vom Moderator/ von der Moderatorin wird ihr/ihm ein Kärtchen mit der ihm/ihr zugewiesenen Rolle gezeigt. Der/die Freiwillige bekommt daraufhin kurz Zeit, sich in die Rolle hineinzudenken. Ist diese Phase, die vom Moderator/von der Moderatorin fixiert wird, vorbei, kann die Gruppe damit beginnen, Fragen zu stellen. Der/die Freiwillige muss alle Fragen beantworten und darf dabei die übernommene Rolle nicht verlassen. Dabei ist es möglich, den Rahmen einer „Pressekonferenz“ vorzugeben, bei der sich ein Experte/eine Expertin den Fragen der JournalistInnen zu stellen hat. Ein Teil der Gruppe kann das Protokoll dieser Fragestunde führen, um im Sinne der Qualitätssicherung auch eine schriftliche Bearbeitung der Thematik zu haben. Die behandelte Thematik oder Problematik ist dabei frei zu wählen. Besonders bei kontroversen Themen und Problemen können so auch eher stille, zurückhaltende TeilnehmerInnen zu Wort kommen und ihr Fachwissen unter Beweis stellen: Sie können entweder die Rolle des Experten/der Expertin einnehmen oder innerhalb der Befragenden eine Rolle übernehmen, denn auch die GruppenteilnehmerInnen können Rollen und somit spezifische Perspektiven zugewiesen bekommen, ohne dass die anderen davon wissen. So können auch sie Fragen stellen, ohne ihre (vermeintlich) eigene Persönlichkeit oder Meinung ins Spiel zu bringen. Gerade auf inhaltlicher Ebene kann ein Thema im Zuge einer „Pressekonferenz“ aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Die in der Gruppe herrschenden Meinungen werden ausgeblendet. Es empfiehlt sich somit, die Methode des Heißen Stuhls am Ende einer thematischen Einheit einzusetzen, wenn verschiedene Aspekte eines Themas behandelt wurden.

Gerne wird der Heiße Stuhl in einer zweiten Anwendungsart auch als Möglichkeit des Feedback-Stuhls eingesetzt. Dabei setzen sich die TeilnehmerInnen einer Gruppenarbeit nacheinander auf den heißen Stuhl, die übrigen Mitglieder sitzen in einem Halbkreis um den heißen Stuhl herum. Die TeilnehmerInnen geben nun reihum Feedback in Hinblick auf das Verhalten des/der auf dem Stuhl Sitzenden während der Gruppenarbeit. Der Moderator/die Moderatorin ist darauf bedacht, dass wirklich Feedback das Verhalten betreffend gegeben wird und keine persönlichen Angriffe erfolgen. Die am heißen Stuhl Sitzenden hören sich das Feedback kommentarlos an und danken am Ende für das Feedback. Auch gruppendynamisch lässt sich hier gut arbeiten.

Gerade bei brisanten Themen – wie Mobbing, Burn-out u.Ä. – wird diese Methode auch gerne eingeführt. Die TeilnehmerInnen können hier alle Arten von Fragen, außer Warum-Fragen stellen, denn diese führen sofort in eine Rechtfertigungshaltung des oder der am heißen Stuhl Sitzenden. Durch die unterschiedlichen Perspektiven und Sichtweisen der Gruppe werden so Fragen gestellt, die die Einzelperson so nicht stellen würde, weil sie auf ihre eigene Perspektive beschränkt ist. Gerade auf der Ebene der Interkulturalität können hier besonders fruchtbare Ergebnisse erzielt werden.

Didaktische Beschreibung der Lehrmethode

Durch den Perspektivenwechsel können auch stillere, zurückhaltende TeilnehmerInnen ihr Fachwissen unter Beweis stellen. Sie können auf Fragen reagieren, ohne ihre eigene Meinung preisgeben zu müssen und sich somit angreifbar zu machen. Probleme und Themen können so von verschiedenen Perspektiven her beleuchtet und argumentativ gestützt werden. Je nach Einbettung (z.B. im Sinne einer „Pressekonferenz“, einer ExpertInnen-Runde o. Ä.) kann somit auch die argumentative oder persuasive Kompetenz der TeilnehmerInnen geschult werden. Wird die Methode als Feedbackrunde eingesetzt, lernen die TeilnehmerInnen nicht nur das Geben sondern auch das Zuhören bzw. das Annehmen von Feedback.

Notwendige Unterlagen/Materialien

Stuhl

Typ der Lehrmethode
  • Simulation
  • Reflexion
Vorbereitung
Niedrig
Vorausgesetztes Wissen
Benötigt kein spezielles Vorwissen
Themen der Nachhaltigkeit
An keinen spezifischen Inhalt gebunden.
Stärken der Methode
Die Lernenden können eine Meinung vertreten, die nicht ihre eigene ist. Die Lernenden können sich in fremde Positionen hineinversetzen und aus der fremden Perspektive eine Problematik oder ein Thema betrachten. Sie können aus einer fremden Perspektive ein Thema oder eine Problematik beleuchten und die Vor- und Nachteile abwägen. Sie können auf die Meinung anderer reagieren und ihre eigenen Argumente persuasiv einsetzen.
Beurteilung / Evaluierung
Die Beurteilung sollte durch den Moderator oder die Moderatorin erfolgen, der bzw. die sich inhaltlich nicht in die Diskussion einmischt. Dabei sollte die fachliche Kompetenz genauso betrachtet werden wie die argumentative Kompetenz.
Gefördert von
Gefördert vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung im Rahmen der Ausschreibung "Projekt MINT-Massenfächer" (2011/12)

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Autor

MMag. Dr. Elke Lackner

Kontakt

Lackner Elke
elke.lackner(at)uni-graz.at
This teaching resource is allocated to following University:
KFUG - Karl-Franzens-University Graz
Datum:

Lizenz

Creative Commons
BY-SA

Typ

  • Simulation
  • Reflexion