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Resource facts

  • unabhängig von der Zahl der Studierenden
  • 4 - 7 Vorlesungseinheiten
  • Internet Verbindung erforderlich
  • English, German

Beschreibung
(als PDF)

Zusätzliche Anhänge

Grazer Modell für Integrative Entwicklung(Resource ID: 7)

Das Grazer Modell für Integrative Entwicklung (Mader, C. 2009, 2012) beschreibt Entwicklungsprozesse anhand von fünf Prinzipien: - Leadership & Vision - Soziales Netzwerk - Partizipation - Bildung & Lernen - Forschungsintegration Das Modell dient dazu, Nachhaltigkeitsprozesse ganzheitlich und wissenschaftlich zu reflektieren, zu evaluieren sowie Hilfestellung bei der Planung und Weiterentwicklung zu geben. Darauf basierend können Entwicklungsprozesse von der Vision bis zur Umsetzung begleitet werden. Die fünf Prinzipien des Grazer Modells können in allen Entwicklungsprozessen beobachtet werden. Das Modell untergliedert diese Prinzipien in jeweils drei Ebenen, welche die Analyse der Prinzipien in praktischen Prozessen ermöglichen und es dem/der AnwenderIn erlauben, Rückschlüsse zur weiteren Entwicklung zu ziehen. AnwenderInnen kommen aus der Wirtschaft (Unternehmensprozesse), von Vereinen (soziale oder umweltrelevante Umsetzungsprozesse) oder aus der regionalen Arbeit (Regionalentwicklungsprozesse). Das Grazer Modell dient den AnwenderInnen teils bereits zur Planung der Umsetzung und teils der Reflektion bereits erfolgter Schritte zur Adaption weiterer Aktivitäten.

Das Grazer Modell für Integrative Entwicklung beschreibt Entwicklungsprozesse anhand von fünf Prinzipien: Leadership & Vision, Soziales Netzwerk (engl.: Social Network), Partizipation (engl.: Participation), Bildung & Lernen (engl.: Education & Learning) sowie Forschungsintegration (engl.: Research Integration). Das Modell dient dazu, Nachhaltigkeitsprozesse wissenschaftlich zu reflektieren, zu evaluieren sowie Hilfestellung bei der Planung und Weiterentwicklung zu geben. Darauf basierend können Entwicklungen von der Vision bis zur Umsetzung begleitet werden. Die fünf Prinzipien des Grazer Modells für Integrative Entwicklung können in allen Entwicklungsprozessen beobachtet werden.

Das Modell untergliedert diese Prinzipien in jeweils drei Ebenen, welche die Analyse der Prinzipien in praktischen Prozessen ermöglichen und es dem/der AnwenderIn erlauben, Rückschlüsse zur weiteren Entwicklung zu ziehen. AnwenderInnen kommen aus der Wirtschaft (Unternehmensprozesse), von Vereinen (soziale oder umweltrelevante Umsetzungsprozesse) oder aus der regionalen Arbeit (Regionalentwicklungsprozesse). Das Grazer Modell dient den AnwenderInnen teils bereits zur Planung der Umsetzung und teils der Reflektion bereits erfolgter Schritte zur Adaption weiterer Aktivitäten.

Integrative Entwicklung zeigt sich durch das Verschwimmen der Grenzen zwischen den Prinzipien und steigert sich mit deren Intensität „zur Mitte” des Modells (Mader et al., 2011).

Im Folgenden werden die fünf Prinzipien des Grazer Modells für Integrative Entwicklung in jeweils drei weitere Stufen untergliedert:

  1. Leadership & Vision beschreibt das Handeln der leitenden AkteurInnen. Ein verantwortungsvoller Führungsstil gilt als eine Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung von Nachhaltigkeitsprozessen. „Transformative Führung“ beschreibt die Weiterentwicklung des Prozesses gemeinsam mit Stakeholdern.
    • Stufe 1: Administration: Im Zuge von Administration werden Aufgaben erledigt, welche aufgrund des Willens Anderer anfallen. Die eigene Vision wird nicht gemeinsam umgesetzt oder entwickelt.
    • Stufe 2: Transactional Leadership: überträgt Leadership an weitere Personen, die Richtung und Vision wird jedoch weiter vorgegeben.
    • Stufe 3: Transformative Leadership: Zusätzlich zu den Eigenschaften von Transactional Leaders wird die Vision gemeinsam weiterentwickelt. Dies geschieht durch intellektuelle und kreative Inspiration (Bildung, Forschung, Kunst), Entwicklung von Innovationen, Respekt, Vertrauen und Vorbildwirkung gegenüber dem sozialen Netzwerk und betroffenen Personen.
  2. Das Soziale Netzwerk umfasst die handelnden und betroffenen Personen. Hier gibt es Abstufungen je nach Grad der Kooperation sowie des Vertrauens der AkteurInnen.
    • Stufe 1: Informationsnetzwerke: werden als die einfachste Form eines sozialen Netzwerkes angesehen. Sie basieren auf dem Austausch von Informationen zwischen den AkteurInnen. Diese verfolgen dabei jedoch kein gemeinsames inhaltliches Ziel (z.B. Bibliothek).
    • Stufe 2: Wissensnetzwerke: tauschen nicht nur Informationen aus, sondern zielen auch auf die Weiterentwicklung und Kollaboration (Kollektivarbeit) ab (Kogut et al. 1993). Das Vertrauen zueinander baut hierbei auf der Erfahrung der bisherigen Zusammenarbeit auf (z.B. Wikipedia).
    • Stufe 3: Innovationsnetzwerke: stellen die intensivste Form der sozialen Netzwerke dar. Sie beruhen auf der gemeinsamen Vision und identifikations-basiertem Vertrauen (identification based trust) zwischen den AkteurInnen. Gemeinsame Lern- und Entwicklungsprozesse (Senge 1990) sind problemlösungsorientiert und basieren auf stark partizipativer und kreativer Zusammenarbeit (co-creation). Die Entwicklung von Innovation wird als wesentliches Ziel von Innovationsnetzwerken angesehen und ist Ergebnis von Transformative Leadership.
  3. Partizipation beschreibt, inwiefern das Soziale Netzwerk in den Prozess eingebunden ist bzw. beteiligt wird. Teile des sozialen Netzwerks können z.B. informiert, konsultiert oder auch in Entscheidungen mit eingebunden werden.
    • Stufe 1: Information: Dies kann als eine Form der Transparenz der Entscheidungen betrachtet werden. Betroffene Personen werden über Prozessabläufe informiert, haben jedoch keine Möglichkeit, ihre Meinung einzubringen.
    • Stufe 2: Konsultation: Durch Konsultation haben die betroffenen Personen die Möglichkeit, ihre Meinung und Erfahrung durch organisierte Strukturen in den Prozess einzubringen (Umfragen, Online-Foren,…). Konsultation erlaubt den EntscheidungsträgerInnen aufgrund der Meinung der betroffenen Personen zu reagieren, bevor weitere Schritte unternommen werden.
    • Stufe 3: Entscheidungseinbindung: In dieser Stufe haben betroffene Personen die Möglichkeit, im Prozess mitzuwirken und ihrer Meinung werden Rechte zuerkannt. Dadurch kann es zu Innovationsnetzwerken zwischen betroffenen Personen und EntscheidungsträgerInnen kommen.
  4. Bildung & Lernen: Hier geht es einerseits darum, wie Bildung und Weiterbildung für Nachhaltige Entwicklung in den Prozess integriert werden und andererseits, wie der Gesamtprozess reflektiert, daraus gelernt und bei Bedarf auch die Vision verändert wird.
    • Stufe 1: Single loop learning: AkteurInnen reflektieren einzig die erfolgte Aktion. Das Ziel bleibt dabei dasselbe.
    • Stufe 2: Double loop learning: Hierbei werden nicht nur die Aktionen, sondern auch die Ziele reflektiert. Routinen werden neu überdacht und die Ziele dementsprechend adaptiert.
    • Stufe 3: Deutero learning: AkteurInnen "lernen zu lernen" und bekommen ein Systemverständnis, welches über die eigentliche Aktion hinausgeht. In einem iterativen Prozess reflektieren die AkteurInnen die Ergebnisse wie auch die Ziele. Lernprozesse dieser Ebene zielen darauf ab, den Lernprozess an sich zu optimieren und damit wiederum Innovationen zu schaffen.
  5. Forschungsintegration ist ein wesentlicher Bestandteil, um zu Innovationen für Nachhaltigkeit zu gelangen. Interdisziplinarität berücksichtigt verschiedene Sichtweisen (Disziplinen), Transdisziplinarität involviert zusätzlich auch noch betroffene Akteursgruppen aktiv in den Forschungsprozess.
    • Stufe 1: Disziplinäre Forschung: konzentriert sich in ihrem Wirkungsbereich auf eine einzelne Fachdisziplin. Ergebnisse daraus können die Grundlage für interdisziplinäre Forschung sein.
    • Stufe 2: Interdisziplinäre Forschung: achtet auf die Auswirkungen unterschiedlicher Fachbereiche aufeinander und erforscht deren Wirkung. Um Problemstellungen nachhaltiger Entwicklung nachzugehen, ist ein interdisziplinärer Forschungsansatz erforderlich, welcher soziale, ökologische und ökonomische Kenntnisse verbindet und reflektiert.
    • Stufe 3: Transdisziplinäre Forschung: greift gesellschaftsrelevante Problemstellungen auf und bearbeitet diese gemeinsam mit betroffenen AkteurInnen und Stakeholdern. Durch die gemeinsame Forschung und damit gemeinsame Visionsentwicklung findet ein gemeinsamer Lernprozess statt. Um die vielfältigen Einflussfaktoren gesellschaftlicher Problemstellungen zu berücksichtigen, werden interdisziplinäre Forschungs- und gesellschaftliche Akteursgruppen einbezogen (Scholz & Tietje 2002).

Folgende Matrix veranschaulicht die integrativen Zusammenhänge und Wirkungsweisen der fünf Prinzipien (Mader, 2009):

 

 

Leadership
(L)

Social Network (SN)

Partizipation
(P)

Bildung &
Lernen (BL)

Forschungs-integration
(F)

L

x

Pflegen von vertrauens-basierten Beziehungen mit Stakeholdern
(Maak 2007)

Aufbau einer gemeinsamen Vision & offene Kommunikation
(Sosik & Dionne 1997)

Leadership erfordert kognitive Fähigkeiten (Kirkpatrick &Locke 1991)

Kenntnis über das Fach (Kirkpatrick & Locke 1991)

SN

Innovations-netzwerke erfordern transformative Leader (Pratt 2004, Sosik & Dionne 1994)

x

"Collaboration" und "Co-Creation" erfordert Partizipation (Prahalad & Ramaswamy 2004)

Akteure in Innovationsnetz-werken lernen voneinander und bilden lernende Organisationen
(Senge 2006)

Arbeit mit Akteuren an gemeinsamen Zielen (Prahalad & Ramaswamy 2004)

P

Partnership ermöglicht TeilnehmerInnen den Diskurs und
die Beteiligung an Entscheidungen der Leader (Arnstein 1969), Partizipation ist ein Kriterium von Leadership (Peus
& Frey 2009)

Wissensaustausch, Aufbau einer Basis gemeinsamer Werte (Grunewald 2002)

x

Durch Partizipation findet soziales Lernen im Rahmen von regionalen Entwicklungs-prozessen statt
(Schurgensky & Myers 2008)

Konfliktprävention durch Erörterung gemeinsamer Interessen und Lösungen (Grunewald 2005)

BL

Konsultation und "ownership", Wissensgenerie-
rung und Training, Bildung für nachhaltige Entwicklung als Strategie der Vereinten Nationen (UNESCO 2009)

Soziales Lernen findet in Gruppen, Netzwerken, und sozialen Systemen statt (Wildemeersch 2007), Partnerschaften und Netzwerke als Strategie für Nachhaltige Entwicklung
(UNESCO 2009)

Regionales Lernen ist ein Prozess der Interaktion zwischen regionalen Akteuren und der regionalen Umwelt
(Scheff 2001)

x

Deutero Lernen verlangt iteratives Vorgehen und wird durch Evaluation sowie durch Zukunfts-forschung ermöglicht; Szenarioentwick-
lung, Forschung  & Innovationsent-wicklung sind Lösungsansätze für Nachhaltigkeit
(UNESCO 2009)

F

Ausarbeitung klarer Aufgabenbe-reiche (Elzinga 2008) zur Entwicklung einer gemeinsamen Vision

Fähigkeiten der Zusammenarbeit von sozialen Akteuren und Forschung wird benötigt (Hollaender et.al. 2008)

Transdisziplinäre Forschung ist auch interdisziplinär
(Jantsch 1972), Td. folgt einem partizipativen Forschungs-ansatz (Pohl & Hirsch Hadorn 2007)

Transdisziplinäre Forschung umfasst Lernprozesse durch gegenseitigen Erfahrungsaus-tausch der Akteure und gemeinsame Ziele
(Hollaender et al. 2008)

x

 

Mehr Informationen zu den einzelnen Stufen und Anwendungen des Grazer Modells finden sich in der Literatur.

Didaktische Beschreibung der Lehrmethode

Das Grazer Modell für integrative Entwicklung kann bei der Planung, der Reflexion oder der Evaluierung jeglicher Nachhaltigkeitsprozesse eingesetzt werden. Anhand persönlicher Erfahrungen kann ich folgende Anwendung in Lehrveranstaltungen empfehlen:

  1. Theoretischer Input zum Grazer Modell: 30-45 Minuten (siehe Materialien)
  2. Einteilung der Studierenden in Gruppen: Als ideale Gruppengröße erachte ich 3-5 Studierende, Einzelarbeiten sind auch möglich, durch Teamarbeiten profitieren die Studierenden jedoch mehr, da hierbei verstärkt Reflexion und Analyse stattfinden.
  3. Zuteilung der Gruppen zu Themen bzw. Organisationen: Je nach verfügbarer Zeit zwei mögliche Varianten:
    1. Arbeit über ein Semester mit dem Ziel, die Anwendung des Grazer Modells in der Praxis zu erlernen sowie Entwicklungsprozesse in Organisationen / Netzwerken / Unternehmen verstehen und analysieren zu lernen: Als Lehrender kontaktieren Sie im Vorfeld der LV Organisationen, Institute, NGOs, Unternehmen, die sich mit Nachhaltigkeitsaspekten befassen. Die Studierendengruppen begleiten diese Organisation etc. dann über ein Semester, lernen deren Projekte und Prozesse kennen, analysieren diese anhand des Grazer Modells und entwickeln Empfehlungen für die weitere Entwicklung der Organisation bzw. eines konkreten Projektes. Die Organisationen profitieren insofern, als dass sie mit Hilfestellung der Studierenden ihre internen Prozesse oder Projektentwicklungen reflektieren und durch die Studierenden einen frischen und externen Blick auf ihre Organisation bekommen. Die Studierenden erstellen einen Bericht, in dem sie die Organisation bzw. deren Projekte anhand des Grazer Modells beschreiben und analysieren und daraus resultierend Entwicklungsempfehlungen für die Zukunft ableiten.       
    2. Arbeit über 4-5 Stunden mit dem Ziel die Anwendung des Grazer Modells zu erlernen: Als Lehrender suchen Sie im Vorfeld der LV Fallstudien zu unterschiedlichen Organisationen/ Netzwerken/ Projekten. Jede Studierendengruppe befasst sich mit einer Fallstudie, die sie mit dem Grazer Modell analysiert. Als Information dienen ausschließlich die Fallstudien. Die Ergebnisse können anschließend in Kurzreferaten präsentiert werden. Zudem können die Studierenden auch eigene Fallbeispiele einbringen. Dies können etwa die Gründung oder Entwicklung eines Vereines, Erfahrungen aus der Entwicklung der Heimatregion oder die fiktive Entwicklung eines Produktes sein.
  4. Zur Anwendung des Grazer Modells: Die Studierenden beschreiben die Charakteristika und Gegebenheiten der untersuchten Organisationen / Netzwerke / Projekte – strukturiert nach den fünf Prinzipien des Grazer Modells. Jedes Prinzip wird untersucht und hinsichtlich der drei Stufen aufgeschlüsselt. Betrachten wir z.B. das Prinzip „Partizipation“ – hier wird beschrieben wie Partizipation in einer Organisation oder im Rahmen eines Projektes funktioniert, ob bzw. wie Information, Konsultation sowie Entscheidungsbeteiligung umgesetzt wird. Durch diese Aufschlüsselung ergibt sich ein umfassendes Bild, wie integrativ eine Organisation arbeitet und welche Adaptionen z.B. noch vorgenommen werden können, z.B. gibt es Gruppen im sozialen Netzwerk, die vielleicht stärker in den Entscheidungsprozess eingebunden werden sollten, etc.

Notwendige Unterlagen/Materialien

  • Beurteilungsmethode „Rubric“ für das Grazer Modell für Integrative Entwicklung
  • Handout „Das Grazer Modell für Integrative Entwicklung“
  • PowerPoint-Präsentation über das Grazer Modell für Integrative Entwicklung
Typ der Lehrmethode
  • Reflexion
Vorbereitung
Niedrig
Vorausgesetztes Wissen
Benötigt kein spezielles Vorwissen
Themen der Nachhaltigkeit
Die Bandbreite der Themen, bei denen das Grazer Modell für Integrative Entwicklung angewendet werden kann, ist vielfältig. Einige Beispiele:
- Assessment von Nachhaltigkeitsprozessen an Universitäten (siehe Baustein „Assessment von Nachhaltigkeitsprozessen am Beispiel der Universität Graz“), Instituten, Vereinen, Unternehmen, etc.
- Stadt- und Regionalentwicklungen
- BürgerInnenbeteiligungsprozesse
- Soziales Unternehmertum
- Vergleich kulturell unterschiedlicher Prozesse
Stärken der Methode
- Verständnis des Grazer Modells für integrative Entwicklung, dessen Prinzipien und Anwendungsmöglichkeiten
- Anwendung des Grazer Modells bei vorgegebenen Beispielen im Rahmen der Lehrveranstaltung sowie darüber hinaus eigenständige Anwendung bei unbekannten Entwicklungsprozessen
- Analyse der integrativen Zusammenhänge des Grazer Modells
- Assessment von Nachhaltigkeitsprozessen mit dem Grazer Modell und eigenständige Entwicklung von Problemlösungsstrategien
- Reflexion von Entwicklungsprozessen und der Bedeutung einer integrativen Sichtweise
Beurteilung / Evaluierung
Als Beurteilungsmethode wird eine „Rubric“ (Beurteilungsrubrik/-matrix) vorgeschlagen. Demnach werden unterschiedliche Kriterien bewertet:
- Anwendung des Grazer Modells,
- Wissenschaftliche Arbeit,
- Systemverständnis,
- Strategische Empfehlungen,
- Teamarbeit,
- Kreativität und Weiterentwicklung,
- Verständlichkeit des Berichts,
- Strukturierung und Layout,
- Mündliche Präsentation.

Die Bewertungsmatrix befindet sich bei den Materialien im Anhang.
Nach eigenem Ermessen können Sie natürlich weitere Beurteilungskriterien, die Ihnen wichtig erscheinen, hinzufügen.

Um genauer zu analysieren ob die Studierenden die systemische und strategische Dimension des Grazer Modells gut verstanden haben, wird ein Lerntagebuch empfohlen. Die Studierenden müssen hierbei die persönliche Arbeit und Anwendung mit dem Grazer Modell für Integrative Entwicklung reflektieren (u.a. was sind die wichtigsten Erkenntnisse, welche Fragen kommen auf, gibt es Verständnisschwierigkeiten, abschließende Reflexion und Resümee des Gelernten). Das Lerntagebuch wird nach Abschluss der Arbeit abgegeben – dadurch kann der Lehrende den Lernprozess der Studierenden erfassen. Bewertet wird der Lernerfolg der Studierenden.
Quellen und Verweise

Die Beschreibung und Anwendung des Grazer Modells für integrative Entwicklung:

  • Mader, C. (2012) Sustainability process assessment on transformative potentials: the Graz Model for Integrative Development, Journal of Cleaner Production, http://dx.doi.org/10.1016/j.jclepro.2012.08.028
  • Wals, Arjen E.J. (2012) Shaping the Education of Tomorrow: 2012 Full-length Report on the UN Decade of Education for Sustainable Development, UNESCO, 100 S.
  • Mader, Clemens; Mader, Marlene; Diethart, Mario (2011) Der Nachhaltigkeitsprozess der Universität Graz – analysiert durch das Grazer Modell für Integrative Entwicklung, S. 63-69; in: Zimmermann, Friedrich M. (Hrsg.), (2011) Nachhaltigkeit, Regionalentwicklung, Tourismus – Festschrift zum 60. Geburtstag von Friedrich M. Zimmermann, Grazer Schriften der Geographie und Raumforschung, Band 46, Universität Graz, 380 S.
  • Mader, Clemens (2010) Integrative Entwicklungsprozesse, S. 311-321; in: Lenz, Werner (Hrsg.), (2010) Interdisziplinarität – Wissenschaft im Wandel, Erhard Löcker Verlag, Wien, 369 S.
  • Mader, Clemens (2009) Principles for integrative development processes towards sustainability in regions: cases assessed from Egypt, Sweden and the USA, Universität Graz, 141 S.

Angewandte Arbeiten von Studierenden mit dem Grazer Modell:

  • Flaujac, Charlotte (in print) Integrative processes as a solution for sustainable regional development – A case study on agriculture learning from Sierra Leone, Masterarbeit Universität Graz.
  • Helmreich, Katharina (2012) Education in Sri Lanka: process and sustainability analysis of a private education initiative: The case of "one world foundation", Masterarbeit Universität Graz, 161 S.
  • Konrad, Oliver (2011) Stadt – 2030 – Graz: integrative Stadtentwicklung am Beispiel Graz, Masterarbeit Universität Graz, 113 S.
  • Mandl, Bettina (2011) Die Stadtregion Graz: eine sozioökonomische Typisierung der Stadt-Umlandgemeinden und die Analyse ihrer nachhaltigen Entwicklungsprozesse, Masterarbeit Universität Graz, 110 S.
  • Silly, Stefan (2011) Die Zivilgesellschaft als handelnder Akteur im Kontext der Nachhaltigkeit – die Transition Town Bewegung als Fallbeispiel eines erfolgreichen zivilgesellschaftlichen Zusammenschlusses, Masterarbeit Universität Graz, 186 S.
  • Teschner Christin (in print) Nachhaltigkeitsmanagement und Kommunikationsstrategie in Beratungsunternehmen – Konzeptentwicklung für die Unternehmensberatung nord6, Masterarbeit Leuphana Universität Lüneburg.
Gefördert von
Funded by the Austrian Federal Ministry of Science and Research within the framework of the call "Projekt MINT-Massenfächer" (2011/12)

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Autor

Prof. Dr. Clemens Mader

Kontakt

Mader Clemens
mader(at)sustainability.uzh.ch
This teaching resource is allocated to following University:
UZH - University of Zurich
Institution:
Sustainability Team
Datum:

Lizenz

Creative Commons
BY-NC-SA

Typ

  • Reflexion